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VANCOUVER

#1WAHRNEHMEN

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WETTER

24 GRAD UND SONNIG

UNTERKUNFT.

PACIFIC SPIRIT HOSTEL

@ UBC

ORT.

VANCOUVER

HIGHLIGHTS.

WRECK BEACH; UBC CAMPUS

STAY.

Orangefarben leuchtet der Himmel am Abend.

Mini-Fähren tuckern vorbei.

Strände laden zum Verweilen bei Sonnenuntergang ein.

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ABOUT.

AREA.

STRÄNDE, REGENWALD

DATE.

AUGUST 13 – AUGUST 16

Um mich herum: Regenwald.

So weit das Auge reicht.

Alles ist grün. So grün.

Die Sonne taucht den Himmel in

ein orange-farbenes Licht.

Musik hallt vom Strand herauf. 

Einheimische spielen Rythmen auf ihren Trommeln. 

Niemand hat ein Handy in der Hand. 

Ich nehme den Moment in mir auf.

Der Moment wirkt auf mich wie eine Utopie.

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Die Reisende wird von ihrer Neugier angetrieben.

Sie hat ein Bewusstsein für das Besondere.

Für das, das andere nicht wahrnehmen. 

Eine wirklich Reisende ist nicht an Sehenswürdigkeiten interessiert, sondern daran, Momente zu erleben, die ihr Leben bereichern. 

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PLAY.

Vancouver nimmt mich vom ersten Augenblick an gefangen.

Dieser orangene Himmel, hervorgehoben – leider – durch Waldbrände im inneren Kanadas.

Studenten und Studentinnen wuseln um mich herum. 

Der Campus der Universität von British Columbia (UBC) wirkt, als wäre er in die Natur integriert worden. Wahnsinn!

Alles ist grün. Moderne Gebäude wechseln sich mit Gebäuden im europäischen Stil der Neugotik sowie mit Gebäuden des Brutalismus sowie Holzfassaden ab. 

Ein Linienbus hat mich von der Tram, die ich vom Fughafen genommen habe, bis zur Haltestelle UBC Exchange gebracht. Und schon befinde ich mich mitten im Uni-Leben. Es ist später Nachmittag.

Studentinnen und Studenten laufen plaudernd an mir vorbei.

Lachen, tauschen sich aus. Ich registriere erfreut: niemand nimmt Notiz von mir. Trotz meines riesigen roten Rucksacks auf meinen Schultern.

Ich installiere das Wifii, das auf dem ganzen Campus kostenlos erreichbar ist.

Dann laufe ich los.

Es herrscht eine angenehme Atmosphäre auf dem Campus. Die Studenten stecken mich mit ihrer fröhlichen Art an. Bereits nach ein paar Minuten fühle mich mich wohl. So, als wäre ich bereits ein Teil von diesem Studentenleben. 

Der Weg zum Studentenwohnheim ist einfach. Als ich zum dem Pacific Spirit Hostel komme, taucht die Sonne den Campus in ein goldenes Abendlicht. An der Rezeption angekommen ist es augenblicklich vorbei mit der Harmonie.

Es tümmeln sich etliche Jugendliche überall. Auf den Fluren, vor den Gebäuden, im Garten. Es herrscht eine ohrenbetäubende Lautstärke.

»Summer School«, sagt der junge Mann an der Rezeption nur und zuckt mit den Schultern. »It's only for a few days. They will be in another building.« Mein Kopf schreit 'Ruuuuhe!!' Ernsthaft!?, denke ich genervt. Mein Aufenthalt ist auch nur für ein »few days«.  

Die Kinder sind so um die 16 Jahre alt, gröllen, trinken, schmeißen sich gegenseitig um und lachen laut. Oh man! Jetzt nur nicht aufregen. Das wird schon, denke ich. Das ist nur der Jetlag. 

Das Studentenwohnheim ist auf mehrere sehr alte Gebäude verteilt und schon etwas heruntergekommen. Es riecht seltsam nach Urin oder anderen Habseligkeiten. In meinem mir zugeordneten Zimmer knallt die Sonne herein. Es hat gefühlte 30 Grad.

 

Es vergehen keine fünf Minuten, da stehe ich wieder vor der Rezeptionistin und bitte um ein Zimmer zur anderen Seite hinaus. Das andere Zimmer ist in einem anderen Gebäude, riecht zwar genauso seltsam, ist jedoch etwas kühler und es weht ein Wind durch das Fenster. Also, schultere ich erneut meinen Rucksack und laufe zu dem anderen Gebäude. Als ich dort ankomme bin ich spätestens jetzt völlig verschwitzt.

Endlich kann ich unter die Dusche springen, schreibe noch ein paar Nachrichten an Freunde und Familie, dass ich gut angekommen bin, und lege mich in mein Bett. Das fühlt sich sehr gut an.

Es ist 21 Uhr – Der Jetlag packt mich – es sind neun Stunden zurück. Augenblicklich schlafe ich ein.

ORANGE. GRÜN.

In Vancouver überwiegen die Farben orange und grün. Orange für den Sonnenuntergang und grün für den Regenwald. Die Wolkenkratzer täuschen. Die Stadt selbst zählt nur 600.000 Einwohner und Einwohnerinnen, wobei die Metropolregion Vancouver 2.6 Millionen Menschen zählt. Im Vergleich sind das in Sydney 5.6 Millionen. 

Am ersten Tag schaue ich mir in Vancouver den Hafen und Granville Island an. Granville Island ist bekannt für seine Kunst und für guten Fisch. Ich bestelle mir in einem Fish and Chips-Restaurant, Lachs mit Salat sowie zwei Austern. Sehr lecker! Und nehme dann eine der vielen Mini-Fähren zum Olympic Village. Als ich so am Hafen entlanglaufe gibt es nirgendwo Kaffee. Ich laufe in die Stadt und das Cafè befindet sich zufällig in der Chinatown. Ich werde dort niemals angelangen, denn ich laufe direkt in die Zone, in der Drogenabhängige auf der Straße sitzen. Ich drehe sofort um. Das ist mein erster Kontakt mit der Drogenszene auf der Reise. Es ist Tag eins.

 

Mein Gehirn braucht danach einen Moment, um wieder herunterzukommen. Plötzlich sehe ich viele seltsame Menschen und fühle mich entsprechend unwohl, vor allem in dem etwas heruntergekommenen Einkaufszentrum. Solche Momente werden nicht in Bildern festgehalten, doch sie begegnen dir auf der Reise immer wieder.

Über die Plattform Couchsurfing bin ich seit meiner Ankunft in Kanada mit Greg in Kontakt. Er wohnt in Vancouver und wir verabreden uns zum Frühstück für Samstag und wollen danach verschiedene Aussichtspunkte mit Blick auf Vancouver abfahren. In der Stadt ist viel los mitten im August. 

Wir unternehmen eine Wanderung durch den Regenwald. Auf dem Weg dorthin kommen wir bei einer Lachs-Konstruktion vorbei. Es wird dargestellt, wie Lachse am Ende ihres Lebens zu ihrer Brutstelle im Fluss zurückschwimmen und dafür eine Distanz von 3.000 Kilometer im Fluss Yukon in Kanada gegen die Strömung zurücklegen. 

Es ist interessant, denn die Lachse springen mindestens dreißig Zentimeter hoch! 

Die Wanderung führt über mehrere Brücken und über einige Waldwege mit Wurzeln. Der Wald ist so dicht, dass die Sonne kaum hindurchkommt.

Es ist so friedlich, als wären wir hunderte Kilometer von der Großstadt entfernt. 

Man hört nur das Zwitschern der Vögel und das Plätschern des nahegelegenen Wasserfalls.

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